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Einsatz 2010

Ende September 2010 begab sich das Medical Intervention Team zum zweiten Mal auf die lange Reise in das faszinierende Myanmar, um im Herzen des Landes unentgeltlich Hilfe zu leisten. Nachfolgend gibt das Ärzteteam einige Eindrücke und Erlebnisse des durchgeführten Hilfsprojektes wieder.

Der Einsatz fand wie im letzten Jahr in der Nähe der Stadt Mandalay im Ayudana Hospital, das von einer buddhistischen Klosterschule geführt wird, statt. Dort angekommen, wurde das Team bereits von vielen Patienten gespannt und voller Hoffnung erwartet. Viele hatten bereits eine mehrtägige Reise hinter sich gebracht, um die Ärzte zu sehen und Hilfe zu bekommen.

Während drei Teams Tag für Tag parallel operierten, war es ebenso wichtig, eine Sprechstunde durchzuführen, um die Patienten für die kommenden OP-Tage auszuwählen. Dabei wurden dem Ärzteteam überwiegend Kinder und Kleinkinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten im Alter zwischen 6 Monaten und 7 Jahren vorgestellt. Ein weiteres in diesem Jahr mehrmals gesehenes Krankheitsbild bestand aus Narben-Kontrakturen nach Verbrennungen an den Händen. Die Verbrennung im Kindes- oder Kleinkindalter kommt in Myanmar häufig vor, da das Essen in den Familien an offenen Feuerstellen zubereitet wird. Die schrecklichen Vernarbungen an den Händen sind auf eine mangelnde Erstversorgung zurückzuführen und haben erhebliche funktionelle und soziale Beeinträchtigungen zur Folge.

Neben diesen erschütternden Erfahrungen gab es aber auch schöne Momente, wie etwa das erneute Aufeinandertreffen mit Eltern und den Kindern, die die Ärzte aus Frankfurt bei ihrem Einsatz im vorangegangenen Jahr operiert hatten und deren Fälle in diesem Jahr mit einer zweiten OP sehr zufriedenstellend abgeschlossen werden konnten.

Parallel lief täglich die zahnmedizinische Sprechstunde auf Hochtouren. Ganze Schulklassen strömten herbei und waren nicht selten über die schmerzfreie Behandlung und das positive Ergebnis überrascht. Die Prophylaxe sowie der Zahnerhalt standen stets im Mittelpunkt der zahnmedizinischen Versorgung. Des Weiteren kam es den Zahnärzten darauf an, ihr Wissen und Ihre Ideen an die burmesischen Kollegen weiterzugeben, um auch langfristig eine bessere Versorgung zu gewährleisten.

Das Resultat beider Einsätze waren letztendlich rund 80 plastisch-chirurgische und rund 150 zahnmedizinische Eingriffe an Kindern und Erwachsenen, die erfolgreich und bis dato komplikationslos verliefen.

Die burmesische Bevölkerung begegnete den Fachkräften aus Frankfurt immer wieder mit einer warmen Gastfreundschaft und tiefen Dankbarkeit. Diese Dankbarkeit gilt aber in hohem Maße auch den Spendern des MIT, ohne deren Interesse und Spenden es nicht möglich gewesen, den Einsatz 2010 mit derartigem Erfolg durchzuführen. Dafür möchten wir uns auch im Namen der burmesischen Kinder herzlichst bedanken.

Be a part of it!

Medical Intervention Team e.V.

Dankesschreiben des Botschafters von Myanmar