Reisebericht 2010
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 23.09.2010 begaben wir uns zum zweiten Mal auf die lange Reise in das faszinierende Myanmar, um im Herzen des Landes unentgeltlich Hilfe zu leisten. Gerne möchten wir Ihnen davon berichten und einige Eindrücke und Erlebnisse des durchgeführten Hilfsprojektes wiedergeben.
Der Einsatz fand wie im letzten Jahr in der Nähe der Stadt Mandalay im Ayudana Hospital, das von einer buddhistischen Klosterschule geführt wird, statt. Dort angekommen, wurden wir bereits von vielen Patienten gespannt und voller Hoffnung erwartet. Viele hatten bereits eine mehrtägige Reise hinter sich gebracht, um uns zu sehen und Hilfe zu bekommen.
Während drei Teams Tag für Tag parallel operierten, war es ebenso wichtig eine Sprechstunde durchzuführen, um die Patienten für die kommenden OP-Tage auszuwählen. Dabei wurden uns überwiegend Kinder und Kleinkinder mit Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten im Alter zwischen 6 Monaten und 7 Jahren vorgestellt. Ein weiteres in diesem Jahr mehrmals gesehenes Krankheitsbild war die Kontraktur nach Verbrennungen an den Händen. Die Verbrennung im Kindes oder Kleinkindalter kommt in Myanmar häufig vor, da das Essen in den Familien an offenen Feuerstellen zubereitet wird. Die schrecklichen Vernarbungen an den Händen sind auf eine mangelnde Erstversorgung bei Verbrennung zurückzuführen und haben erhebliche funktionelle und soziale Beeinträchtigungen zur Folge.
Eine der vielen schönen Erfahrungen war das erneute Aufeinandertreffen mit Eltern und den Kindern, die wir im letzten Jahr operiert haben und deren Fälle wir in diesem Jahr mit einer zweiten OP sehr zufriedenstellend abschließen konnten.
Parallel lief täglich die zahnmedizinische Sprechstunde auf Hochtouren. Ganze Schulklassen strömten herbei und waren nicht selten über die schmerzfreie Behandlung und das positive Ergebnis überrascht. Die Prophylaxe sowie der Zahnerhalt standen stets im Mittelpunkt der zahnmedizinischen Versorgung. Des Weiteren kam es dem Zahn-Team darauf an, Ihr Wissen und Ihre Ideen an die burmesischen Kollegen weiterzugeben, um auch langfristig eine bessere Versorgung zu gewährleisten.
Das Resultat unserer beiden Einsätze sind letztendlich 130 plastisch-chirurgische und rund 240 zahnmedizinische Eingriffe an Kindern und Erwachsenen, die erfolgreich und bis dato komplikationslos behandelt wurden.
Die burmesische Bevölkerung begegnete uns wieder mit einer warmen Gastfreundschaft und tiefen Dankbarkeit. Diese Dankbarkeit gilt auch Ihnen, denn ohne Ihr Interesse und Ihre Spenden, egal in welcher Form, wäre es nicht möglich gewesen, den Einsatz 2010 mit derartigem Erfolg durchzuführen.
Mit einem herzlichen Dankeschön für Ihre freundliche Unterstützung verbleiben wir,
die Ärzte des Medical Intervention Team e.V.
Dankesschreiben des Botschafters von Myanmar






