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MYANMAR

Myanmar ist ein buddhistischer Vielvölkerstaat in Südostasien mit Grenzen zu Indien, Thailand, China, Laos und Bangladesch. Im Süden und Westen grenzt Myanmar an das Andamanische Meer und den Golf von Bengalen und unterliegt somit klimatisch dem indischen Monsun. Nach kurzer japanischer Besetzung im Zweiten Weltkrieg wurde Myanmar 1948 unabhängig. Seit 1962 und bis ins Jahr 2012 wurde das Land durch Militärregierungen verwaltet. Trotz immenser Bodenschätze gehört Myanmar heute mit zu den ärmsten Ländern Asiens.

Ein Zustand, der sich in hohem Maße auch im Gesundheitssystem niederschlägt. So ist die medizinische und hygienische Grundversorgung im ganzen Land, vor allem aber in den ländlichen Gebieten verheerend. In den Kliniken des Landes herrscht ein großer Mangel an medizinischen Geräten, chirurgischen Instrumenten sowie Naht- und Verbandsmaterial. Und das bei einer Bevölkerung von rund 50 Millionen Menschen. Hält man sich allein die 2008 durch den Zyklon Nargis zum Opfer gefallenen tausenden von Verletzten vor Augen, ergibt sich ein erschütterndes Bild. Und tatsächlich behandelt das Medical Intervention Team noch heute – mehrere Jahre nach der Katastrophe – Versehrte des Zyklons, die bislang nicht behandelt werden konnten.

Nachdem in Myanmar ein Prozess politischer und wirtschaftlicher Reformen eingeleitet wurde, ist sowohl die Hoffnung der Menschen vor Ort– als auch die des Frankfurter Ärzteteams – groß, dass sich die Situation der Menschen in den kommenden Jahren verbessert und damit auch der Zugang zu medizinischer Versorgung möglich wird. Sicher ist aber: Auch in den kommenden Jahren wird Myanmar auf die Hilfe und die Unterstützung der westlichen Industrienationen angewiesen sein.